Kaviarersatz

Nur der Rogen des Störs darf als Kaviar bezeichnet werden. Alles andere ist Kaviarersatz.

In Deutschland kommt sehr häufig der Rogen des Seehasen als Kaviarersatz in den Handel. Tatsächlich kann der Ersatz aber von allen weiblichen Fischen geerntet werden, sofern deren Eier nicht giftig sind wie bei dem Fugu, wie der Kugelfisch auch genannt wird. Am bekanntesten ist der Kaviarersatz von Forellen, vom schon erwähnten Seehasen oder vom Keta Lachs aus dem Pazifik. Sehr selten und damit zu recht als Delikatesse geltend, sind Kalixlöjrom und der Rogen der fliegenden Fische.

Der überwiegende Anteil an Kaviarersatz ist in der Regel gelb bis orange. Der Seehase bietet eine feine Körnung, der Keta Lachs hat dagegen eine gröbere Körnung mit härterer Schale. Fliegende Fische haben einen außergewöhnlichen Rogen, er schimmert in den Farben des Regenbogens, ist aber auf dem deutschen Markt nur schwer erhältlich.

Veganer Kaviar wird aus Algen oder Seetang gewonnen, enthält jedoch einiges an Zusatzstoffen, um die Optik und den Geschmack von Kaviar zu erreichen.